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Flachdachleckageortung mittels Thermographie

 

Um eine Flachdachleckageortung mittels Thermographie durchzuführen, müssen einige Voraussetzungen beachtet werden. Entsprechend der Jahreszeit und den vorgegebenen Bedingungen auf den Dächern gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Dach zu untersuchen. Diese sind im Folgenden beschrieben:

Messung im Winter

Die Leckageortung wird in den frühen Morgenstunden durchgeführt. Das zu untersuchende Dach wird am Abend zuvor auf die maximale Temperatur aufgeheizt, um den Wärmeaustritt mittels der Thermographiekamera sichtbar zu machen.

Diese Methode kann bei Dächern mit (max. 12 cm) und ohne Auflast (Begrünung, Bekiesung) gewählt werden.

Bei Dächern ohne Auflast kann die Untersuchung auch durchgeführt werden, ohne das Dach vorher aufzuheizen. Durch die eingedrungene Feuchtigkeit (Leckage) wird das Wasser bei Frost in der Nacht zum Teil zu Eis. Bei Sonnenaufgang wird die Dachhaut aufgeheizt. Diese aufgeheizte Dachabdichtung unterscheidet sich thermographisch zum noch vorhandenen Eis unter der Dachabdichtung. Somit ist die Leckage lokalisiert. Dieser Einsatz kann deshalb nur in den frühen Morgenstunden bei Sonnenaufgang innerhalb einer Stunde durchgeführt werden, weil durch die Aufheizung der Sonne das Eis schnell schmilzt.

Messung im Sommer

Die Thermographie kann nur in den Abendstunden ohne Sonneneinstrahlung durchgeführt werden. Durch die Sonneneinstrahlung am Tag wird die eingedrungene Feuchtigkeit aufgeheizt. Am Abend kühlt die Dachabdichtung ab, die eingesperrte Feuchtigkeit dagegen kühlt langsamer ab. Deshalb kann die Leckage durch Thermographie sichtbar gemacht werden. Eine punktgenaue Ortung ist gegeben.

Im Sommer kann die Messung mittels Thermographie nur ohne Auflast durchgeführt werden.

Dächer mit Auflast können im Sommer von oben nur mit dem Geesen durchgeführt werden

(von unten siehe Trapezdach).

Trapezdach, Auflasthöhe egal

Bei einem Trapezdach besteht die Möglichkeit, die Leckage von unten zu lokalisieren. Dies ist aber nur möglich, wenn eine Wasseraustrittstelle sichtbar ist. Der Wasserverlauf dieser Austrittstelle kann thermographisch bis zur Wassereintrittstelle (Leckage) verfolgt werden. Die Leckage kann bis auf 1 m² eingegrenzt werden. Beste Voraussetzung für diese Messung ist vorheriger Regen.

Tiefgarage, Auflasthöhe egal

Wie beim Trapezdach. Regen ist die beste Voraussetzung. Die Leckage kann auf ca. 2-3 m² eingegrenzt werden.